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13.12.09

Sturz verhindert möglichen Exploit von Remo Fischer

Remo Fischer hat beim Langlauf-Weltcup in Davos gestern durch einen Sturz eine mögliche Spitzenklassierung über 15 Kilometer in der freien Technik vergeben. Er belegte Rang 11, direkt dahinter folgte Teamkollege Toni Livers.

Wenn es noch eines Beweises der gestiegenen Anspruchshaltung des Schweizer Männerlanglaufs bedurft hätte, er wurde gestern beim Heimweltcup in Davos erbracht. Da kam Remo Fischer als Elfter ins Ziel und ärgerte sich masslos. Etwas positiver war die Stimmung beim direkt hinter ihm klassierten Teamkollegen Toni Livers. Doch rundum zufrieden wirkte auch der 26-jährige aus Trun über sein Abschneiden auf der Strecke seiner Wahlheimat nicht.

 

 

Fischer und Livers benutzen in ihrer Wettkampfanalyse die selbe Wortwahl. Beide sprachen sie von einem verpasssten «möglichen Exploit.» Und während dafür Livers, dem Sensationssieger vom Februar 2007 an gleicher Stätte, die wirklich herausragende Tagesform fehlte, scheitert der 28-jährige Zürcher Oberländer, auch er seit Jahren vor Ort in Davos wohnhaft, an einem Sturz. «Es passierte bei Kilometer 10 in einer Abfahrt», sagte Fischer. Eine tückische, eisige Stelle in «einer Abfahrt, die ich eigentlich bestens kenne», wurde ihm zum Verhängnis.  Beim Blick auf die knappen Zeitabstände wird Fischers Ärger greifbar. Auf den fünftplatzierten Franzosen Vincent Vittoz büsste er bloss zwölf Sekunden ein. Gewonnen wurde das Rennen von Matti Heikkinen. Der Finne verwies bei seinem ersten Triumph im Weltcup Marcus Hellner (Schweden) und den überraschenden Maurice Manificat, den Besten eines kompakten französischen Teams, auf die Plätze.

 

Mut für Olympia

Die verpasste Chance ist für Fischer nichtsdestotrotz eine gute Sache für die Psyche. Er habe gesehen, was für ihn in dieser Saison möglich ist. «Es gibt für mich keinen Grund, die Zielsetzung Olympia-Diplom in dieser Disziplin zu revidieren.» Für den Skating-Spezialisten folgt nun eine längere Weltcup-Pause. Wegen seiner Schwäche in der klassischen Stilart wird er die Tour de Ski im Januar nicht bestreiten.

 

Perls verpasst beinahe den Start

Distanz-Trainer Fedrik Aukland freute sich über eine «abermals sehr gute Teamleistung.» Er dürfe sehr zufrieden sein. Etwas weniger glücklich war Curdin Perl, der mit Rang 39 hinter den Erwartungen blieb. Das Rennen hatte für ihn bereits denkbar schlecht begonnen, beinahe wäre der 25-jährige Engadiner zu spät am Start erschienen… Lange hielt sich die «Stimmungskanone» in den Reihen von Swiss Ski nicht mit dem Resultat auf. Perl: «Es gibt ja noch ein paar weitere Rennen in dieser Saison.»